| Autor |
|
Achtung!!!!!!!! Seit dem 01.06.2007 RCD / FI-Pflicht für Steckdosen bis 20A in Deutschland!!! |
|
|
R@lf Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 21 Apr 2005 16:18 Beiträge: 207 Wohnort: Münster
Online-Status:  ID = 452114 | Erstellt am: 22 Aug 2007 11:10 ID = 452114
Hallo, da hier bei uns schon seit min. 30 Jahren ein TT Netz vorgeschrieben ist, ist hier IMMER ALLES über Fi geschützt. Und seit min 15 Jahren auch über 30mA FI's. Auch wenn ein Durchlauf Erhitzer angeschlossen wird, werd der über den (oder die) Fi('s) geführt. Und ich kenne niemand, wo es mal deshalb eine Fehlauslösung gegeben hätte.
Aber es könnte sein, das wir hier "spezielle" DLE haben, denn ich lese immer mal wieder von "Blankdraht" DLE, das sagt mir aber nichts. Dei denen, die ich bisher angeschlossen habe, stand jedenfalls nichts von "Blankdraht" drauf.
Auch E-Herde oder andere Heizgeräte führen nicht zu ständigen Fehlauslösungen, wie hier immer wieder zu lesen ist.
Gruss Ralf
_________________
Gruss Ralf
|
SPS Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Aug 2004 18:14 Beiträge: 1233
Online-Status:  ID = 455610 | Erstellt am: 6 Sep 2007 13:06 ID = 455610
|
faustian.spirit Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 15 Sep 2006 11:59 Beiträge: 1387 Wohnort: Dortmund
Online-Status:  ID = 455734 | Erstellt am: 7 Sep 2007 10:08 ID = 455734
Also Grad beim DLE wäre ja ein Fehlerstrom in die falsche Richtung DESASTRÖS.
|
SPS Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Aug 2004 18:14 Beiträge: 1233
Online-Status:  ID = 461328 | Erstellt am: 2 Okt 2007 15:46 ID = 461328
|
sam2 Moderator
      
Mitglied seit: 13 Mai 2004 19:44 Beiträge: 25404 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
Online-Status:  ID = 461352 | Erstellt am: 2 Okt 2007 17:30 ID = 461352
Naja, wie so oft dort teilweise überaus fachlich kompetente und praxisgerechte Antworten...
Zitat :
| | Es sollten daher für alle neuen Steckdosen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) in Steckdosenausführung vorgesehen werden. Wenn dem Kunden der geringe Mehraufwand für die Einzelausführung zu groß ist, dann sollte er darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll und machbar wäre dennoch ein neues Kabel zu verlegen. |
Ganz abgesehen davon, daß man dort üblicherweise keine Kabel verlegt, suche ich immer noch den Lieferanten, wo für eine FI-Steckdose nur ein "geringer" Mehrpreis gegenüber der gewöhnlichen Ausführung verlangt wird.
Gar -wie hier - fünf FI-Steckdosen dürften den Preis der kompletten Erweiterungsinstallation locker mal weit mehr als verdoppeln.
Zitat :
| | Somit ließe sich die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) in den Verteiler integrieren. Das Hinzufügen von fünf Steckdosen bedeutet doch sowieso einige Stemmarbeiten, so dass ein neues Kabel nicht mehr ins Gewicht fallen sollte. |
Auch hier: Renovierungsarbeiten in der Küche bedeuten nicht zwangsläufig, daß auch immer gleich der Flur etc. mit aufgeschlagen wird. Gar nicht selten sitzt in derartigen Altanlagen der UV nichtmal in der Wohnung...
Und die Lesart, daß FI-Steckdosen keine gewöhnlichen nachgeschaltet werden dürfen, teile ich nicht.
Auch wenn die gegebene Begründung nicht ganz von der Hand zu weisen ist, müßten dann aber ganz andere Konstruktionen ebenfalls untersagt werden.
Der Gipfel dann, ersatzweise eine FI-Steckdose mit per Stecker nachgeschalteter Steckdosenleiste vorzuschlagen und dies auch noch als normkonform und sicherer zu verkaufen...
Verdammt, warum kriegen es die Burschen in den Normungsaausschüssen immer weniger gebacken, brauchbare Formulierungen abzuliefern?
[ Diese Nachricht wurde geändert von: sam2 am 2 Okt 2007 17:33 ]
|
|
ego Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 01 Mär 2006 19:22 Beiträge: 1394 Wohnort: Bensberg
Online-Status:  ID = 461661 | Erstellt am: 3 Okt 2007 22:34 ID = 461661
@sam
Über genau diese ausagen habe ich mich auch geärgert!
Ich hatte und habe auch weiterhin kein Problem damit mehrere Steckdosen und gar ganze Räume hinter FI-Steckdosen mit anschlußmöglichkeit für feste abgehende Leitungen zu betreiben.
Bis dato beliebter einsatzort: Kombination aus Kontrollschalter und FI-Steckdose außen an der Badtür, um das neu installierte Bad komplett zu schützen ohne kilometerweit zur UV zu müssen.
|
endsommer Noch frisch

Mitglied seit: 20 Okt 2007 10:09 Beiträge: 41 Wohnort: Weichering
Online-Status:  ID = 467017 | Erstellt am: 27 Okt 2007 15:07 ID = 467017
Hallo alle,
wieso wird bei der VDE von einer Norm gesprochen, wenn sie doch keine ist. Sicherlich ist es einfacher die VDE einzuhalten als selbst die Sicherheit nachweisen zu müssen. Solange keine DIN oder EN dran steht, muss man nix von der VDE einhalten. Denn leider enthält auch die VDE so manchen Fehler, der mitunter lebensgefährlich werden kann.
Gruß endsommer
|
sam2 Moderator
      
Mitglied seit: 13 Mai 2004 19:44 Beiträge: 25404 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
Online-Status:  ID = 467429 | Erstellt am: 28 Okt 2007 17:33 ID = 467429
Irrtum!
Selbstverständlich sind die VDE-Bestimmungen nationale Normen.
Und genauso selbstverständlich besitzen ALLE Normen (also auch sonstige DIN, EN etc.) in Deutschland KEINERLEI eigenständige Rechtskraft.
Niemand muß sie also einhalten, nur weil es sie gibt und es Normen sind...
Schließlich sind sie von privaten Organisationen erstellt, um deren Interessen zu befördern!
Manche muß man aber generell einhalten, weil Gesetze bzw. Verordnungen sich darauf beziehen.
Andere muß man im Einzelfall einhalten, weil sich das z.B. aus Vertragsverhältnissen ergibt.
Und generell liefert einem das Einhalten technischer Normen den (jedoch widerlegbaren) Anscheinsbeweis fachgerechter Ausführung.
Die verlangt nämlich stattdessen die Anwendung der "anerkannten Regeln der Technik" (nicht zu verwechseln mit dem "Stand der Technik", der etwas völlig anderes ist).
|
andreasm Redet auch im Schlaf
    
Mitglied seit: 22 Mai 2005 01:13 Beiträge: 507 Wohnort: Sankt Ingbert
Online-Status:  ID = 473631 | Erstellt am: 19 Nov 2007 9:39 ID = 473631
Schon verrückt, dass dies nur für Neuanlagen gilt.
Denn gerade Altanlagen sind doch gefährlich auf Grund alter Leitungen, schlechter Verbindungen, evtl. falscher Verdrahtungen und so weiter!
_________________
http://www.energie-bewusstsein.de
|
Rahmenantenne Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 30 Nov 2004 21:09 Beiträge: 489 Wohnort: Kiel
Online-Status:  ID = 476582 | Erstellt am: 27 Nov 2007 23:15 ID = 476582
Hallo,
anfang der 70er Jahre wurde mein Elternhaus renoviert, da war vorher keine Heizung (nur Ofen) und kein Bad (nur ein Plumsklo) drin. Auch die E-Installation wurde neu gemacht. Und da wurde leider ziemlich gepfuscht.
Beispiel: Eine dreiadrige Zuleitung von der Verteilung geht in die 1. Abzweigdose eines Zimmers. An diese ist eine Lampe und eine Steckdose angeschlossen und eine weitere dreiadrige Leitung, die zu einer 2. Abzweigdose geht. An dieser 2. Abzweigdose ist der Schalter für die Lampe und eine weitere Steckdose angeschlossen. Die Verbindung zwischen beiden Abzweigdosen ist wie gesagt dreiadrig, d. h. Phase, PE, der blaue muß als Schaltdraht für die Lampe benutzt werden. In der 2. Abzweigdose ist also kein N vorhanden! Nun ist an der 2. Abzweigdose aber eine Steckdose angeschlossen. Und was wurde gemacht? Der N von der Steckdose wurde einfach auf den PE mit draufgeklemmt! Funktioniert ja auch.....
Ich frag mich nur wie man so einen scheiß machen kann. Die alten H-Automaten hab ich vor Zeiten getauscht aber da kann man nie einen FI einbauen, weil der Rückstrom von den entsprechenden Steckdosen über den PE zurückfließt und der Schalter sofort auslöst.
In meinem alten Zimmer war das z. B. so wie beschrieben; da hab ich vor Zeiten die 40 cm zwischen beiden Dosen aufgekloppt und eine weitere Stegleitung reingelegt. Das gleiche in der Garage; da wurde die dreiadrige NYM gegen eine fünfadrige getauscht. Nur weiß ich nicht, wo das noch so ist, schließlich kann man in die Abzweigdosen nicht hineinsehen weil überall Tapete drüber ist.....
|
un23 Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 11 Jul 2004 22:06 Beiträge: 263 Wohnort: Neckartenzlingen
Online-Status:  ID = 476635 | Erstellt am: 28 Nov 2007 8:35 ID = 476635
Zitat :
Rahmenantenne hat am 27 Nov 2007 23:15 geschrieben :
|
[...] dreiadrig, d. h. Phase, PE [...]
|
Wahrscheinlich ist das kein PE, sondern ein PEN, der, wie der Name schon sagt, PE und N zugleich ist. Und die Art des Steckdosenanschlusses (klassische Nullung) war durchaus üblich und wurde damals wohl auch toll gefunden (Ha, wieder eine Ader gespart...), heute ist sie natürlich höchst unbeliebt, weil eben, wie Du schon richtig gesagt hast, kein FI funktioniert. Leider gibt es das im Bestand noch in großen Mengen. Ich habe in meinem Haus auch fast alles rauskloppen müssen.
Gruss
un23
|
sam2 Moderator
      
Mitglied seit: 13 Mai 2004 19:44 Beiträge: 25404 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
Online-Status:  ID = 476702 | Erstellt am: 28 Nov 2007 14:23 ID = 476702
Nein, das ist in dem Fall kein PEN. Sondern tatsächlich der Mißbrauch eines PE für die Betriebsstromrückleitung. Insofern auch damals schon absolut unzulässig!
|
Rahmenantenne Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 30 Nov 2004 21:09 Beiträge: 489 Wohnort: Kiel
Online-Status:  ID = 476851 | Erstellt am: 28 Nov 2007 21:49 ID = 476851
Stimmt, es ist wirklich kein PEN, weil alles dreiadrig ab Hausverteilung verlegt ist!
Auch hatte ich schon Stegleitungen, wo beim Biegen einer Ader die Isolierung und der Mantel wie ein Stück Glas weggebrochen ist. Und beim Eherd wurden einfach zwei Stegleitungen mit 1,5 mm2 genommen. Das muß auch mal neu als NYM 5 x 2,5 mm2. Nur solange das nicht meins ist und da Leute drin wohnen, kann ich nichts aufreißen. Wenn das später aber mal in meinen Besitz übergeht, sehe ich diese Arbeiten auf jeden Fall kommen, das Stück für Stück neue Leitungen in die Wände müssen, am besten NYM weil die für feuchte Räume sind und vermutlich länger halten werden als die Stegleitungen.
|
un23 Quasselstrippe
   
Mitglied seit: 11 Jul 2004 22:06 Beiträge: 263 Wohnort: Neckartenzlingen
Online-Status:  ID = 476949 | Erstellt am: 29 Nov 2007 8:04 ID = 476949
Zitat :
Rahmenantenne hat am 28 Nov 2007 21:49 geschrieben :
|
Stimmt, es ist wirklich kein PEN, weil alles dreiadrig ab Hausverteilung verlegt ist!
|
Hallo,
Euer Einwand ist berechtigt, aber aus dem Post geht nicht hervor, wie die dreiadrige Leitung im Verteiler angeschlossen ist. Es hätte ja sein können, dass die dritte Ader nur für die Zukunft vorgesehen war. Aber da nützt spekulieren nicht viel, klar ist, wenn es kein PEN ist, ist es Murks.
Gruss
un23
|
sam2 Moderator
      
Mitglied seit: 13 Mai 2004 19:44 Beiträge: 25404 Wohnort: Franken (bairisch besetzte Zone)
Online-Status:  ID = 476951 | Erstellt am: 29 Nov 2007 8:21 ID = 476951
Wieso?
Da die im Strang näher am UV liegenden Steckdosen korrekt dreiadrig angeschlossen waren, ist es eindeutig, daß die PEN-Aufteilung im UV erfolgte!
Also keine Spekulation nötig.
|